Es müssen nicht immer chemische Keulen sein – auch mental können Allergiker wirkungsvolle Schutzmaßnahmen gegen Heuschnupfen, Asthma, Hautausschläge oder Neurodermitis erlernen. Eine Methode, seinen Körper wieder auf Gesundheit zu trainieren ist das Hildesheimer Gesundheitstraining. Entwickelt wurde es unter der Leitung von Professor Dr. Gerhart Unterberger und beinhaltet Entspannungsübungen, Visualisierungstechniken sowie die Erarbeitung und Schulung der individuellen Umweltwahrnehmung. Es unterscheidet sich deutlich von anderen Gesundheitsprogrammen, die sich auf Vermeidung und Verhinderung von Krankheiten beschränken. Das Hildesheimer Gesundheitstraining zielt auf die Fähigkeit jedes Menschen ab, seine eigene Gesundheit zu schützen und aufrecht zu erhalten. Bisher wird es mit den Bausteinen Chronische Rückenleiden, Krebs, Allergien/ Asthma, Bluthochdruck und Prävention angeboten.
Die Erfolge sind eindeutig: Im vergangenen Jahr hat der Hannoveraner Lungenfacharzt Dr. Ingo Wilcke rund 160 Teilnehmer des Trainings befragt. 79 Prozent von ihnen ging es nach eigener Einschätzung auch Jahre nach dem Training besser als zuvor. Bei vielen verschwanden die Symptome sogar vollständig, die meisten benötigten wesentlich weniger Medikamente als zuvor.
Das Hildesheimer Gesundheitstraining umfasst acht Gruppensitzungen von drei Stunden Dauer, die im wöchentlichen Abstand stattfinden. An den jeweiligen Sitzungen können bis zu 15 Personen teilnehmen. Dabei lernen sie, potentiell bedrohliche Situationen „umzudeuten“ und ihrem Organismus durch Selbsthypnose neue Reaktionsmöglichkeiten beizubringen. Bei jeder Sitzung werden schriftliche Anleitungen und eine Hör-CD verteilt, damit die Teilnehmer auch zu Hause üben können.
Einige Krankenkassen beteiligen sich mit über 50 Prozent an den Kosten – es lohnt sich also, nachzufragen. Therapeuten, die Sie im Hildesheimer Gesundheitstraining ausbilden, finden Sie hier.
DGPA - Deutsche Gesellschaft für Psycho-Allergologie e.V.