Während auf Bühnen und im Fernsehen Hypnose oftmals als spektakuläre und vor allem zweifelhafte Aktion zu sehen ist, zählt die klinische Hypnose zu den wirksamen Methoden der Krankenbehandlung. Viele wissenschaftliche Untersuchungen haben durch sie immer wieder eine Verbesserng der Symtomatik belegt. Die Vorteile einer hypnosetherapeutischen Ergänzung in der Psychotherapie bestehen darin, dass bisher unbewusste Informationen zugänglich gemacht und positiv genutzt werden können.
Die gesamte Informationsverarbeitung unseres Organismus wird nur zu einem kleinen Bruchteil bewusst erlebt. Der überwiegende Teil folgt unbewussten automatischen Prozessen, die unter Anleitung beeinflusst werden können. Dabei wird die Vorstellungskraft des Patienten selbst genutzt, wodurch nicht nur Selbstwahrnehmung und kognitive Schemata verändert werden können, sondern auch traumatische Erlebnisse und allergische Wahrnehmungen. Nicht letztlich dadurch können Kraftquellen zur Verbesseruing des Wohlbefindens und der individuellen Leistungsfähigkeit aktiviert werden.
Die Erfolge sprechen für sich: Erst kürzlich bildete eine schweizer Forschungsgruppe, bestehend aus Medizinern der Universität Basel, eine Gruppe von Gräser- und Baumpollenallergiker in Selbsthypnose aus und brachte ihnen bei, sich in ihrer Vorstellung an allergenfreie Orte wie Strände oder Skihänge zu versetzen. Nach zwei Jahren untersuchten die Wissenschaftler den Gesundheitszustand der Probanden. Bei den meisten waren die Beschwerden deutlich zurückgegangen.