Die Mentaltherapie ist eine
Selbstverständlichkeit für Sportler, ihre Psyche und damit
ihren Körper auf Hochleistung zu programmieren. Das gelingt
– und mit gleichen Mitteln ist es möglich, seinen
Körper auf Gesundheit zu trimmen.
Diese Kenntnis hat die Deutsche
Gesellschaft für Psycho-Allergologie e.V. auch auf die
Heuschnupfentherapie und andere Allergien ausgeweitet. Die These dabei:
Allergien können unbewusst erlernt sein. Dann gehören
Gräserblüte und Niesreiz so eng zusammen, dass schon beim
Bild einer Blumenwiese die Nase läuft.
Um die schädliche
Verknüpfung zu lösen, wird in einer fachübergreifenden
Schulung (Medizin und Psychologie) mit den Betroffenen geübt, wie
sie sich die falschen Wahrnehmungsstrategien bewusst machen und diese
durch neue ersetzen können. Die meisten Allergiker verfügen
unbewusst durchaus über gesunde Reiz-Reaktionsmuster, die wieder
aktiviert und trainiert werden können. In der Mentaltherapie,
für die Dr. Klaus Witt, Vorsitzender der DGPA, den Begriff
„Psychische Impfung“ geprägt hat, werden eigene
mentale Möglichkeiten genutzt. Das Immunsystem wird trainiert,
etwa auf Birkenpollen nicht mehr allergisch, sondern genauso harmlos zu
reagieren, wie beispielsweise auf Gräser. Die Forschung gibt der
Witt-Theorie recht: In einer Studie der Uni-Klinik Hamburg
schwächten sich bei ca. 80 Prozent der Teilnehmer die allergischen
Symptome ab oder verschwanden sogar ganz.
Die fachübergreifende
Mentaltherapie umfasst neun Gruppensitzungen von jeweils zweieinhalb
Stunden Dauer. Mit 4 CDs und schriftlichen Anleitungen können die
Teilnehmer auch zu Hause üben. Die AOK Schleswig-Holstein und
einige andere Kassen beteiligen sich mit über 50 Prozent an den
Kosten. Therapeuten, zu deren Fachgebieten die Psychische Impfung
gehört, finden Sie hier.
DGPA - Deutsche Gesellschaft für Psycho-Allergologie e.V.