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Psychoallergologie

 

"Aktionsplan gegen Allergien"

 

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Behandlung:
 

Hat man die Allergieauslöser identifiziert, so ist aus schulmedizinischer Sicht deren Meidung die vorrangigste Maßnahme. Der Hausstauballergiker z.B. sollte antiallergene Kopfkissen und Bettzeug benutzen und im Schlafraum möglichst wenig Schlupflöcher für Hausstaubmilben bieten. So sollten Teppichböden entfernt werden, da diese wahre Tummelplätze für Milben sind.

 

Welche Langzeitfolgen chemische Milbenbekämpfungsmittel, die als unterstützende Maßnahme angeboten werden, für die menschliche Gesundheit haben, ist nicht in allen Einzelheiten vorauszusagen. Sie können sich hierzu jedoch in ihrer Apotheke beraten lassen.

 

Eine medizinisch heilungsorientierte Methode ist die Desensibilisierung (auch Hyposensibilisierung genannt). Ziel dieser Behandlung ist es, dem Körper seine Überempfindlichkeit gegen einen bestimmten Stoff wieder abzugewöhnen. Dafür spritzt der Arzt eine winzige Menge des Allergens unter die Haut. Die Menge des Allergens in der eingespritzten Lösung wird langsam gesteigert. Aus noch nicht eindeutig geklärter Ursache reagiert der Körper nach erfolgreicher Behandlung weniger heftig oder gar nicht mehr auf das Allergen. Nachteil der Desensibilisierung ist der lange Behandlungszeitraum von etwa drei Jahren. Die Gefahr, einen allergischen Schock durch das Einspritzen allergener Lösungen zu provozieren, ist unter erfahrener Durchführung sehr gering.

 

Angesichts der vielfältigen Einflussmöglichkeiten auf die Entstehung einer Allergie, sollten Therapie oder Vorsorgemaßnahmen auf mehreren Ebenen ansetzen. Dazu gehören in ganz wesentlichem Maße auch die Art der Lebensführung und psychische Faktoren.

Daraus ergeben sich als zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten:

  • Alles was zu Ihrer Lebenszufriedenheit beiträgt und natürlich
  • Psychotherapie
  • Psychische Impfung zur Konditionierung einer neuen Allergenwahrnehmung
  • Hildesheimer Gesundheitstraining
 

Was tun gegen die Symptome?

 

Eine Reihe von Tabletten, Nasensprays und Augentropfen stehen zur Verfügung, die zwar nichts gegen die Ursache der Allergie ausrichten können, wohl aber Linderung der Symptome verschaffen- dauert eine Desensibilisierung doch mehrere Jahre, oder kommt erst gar nicht in Frage.

 

Diese Mittel enthalten z.B. Antihistaminika, also Stoffe, die gegen die Wirkung des Histamins gerichtet sind und somit Hautjucken oder Atemnot mindern. Hier helfen auch Antiasthmatika, die bei Asthmaanfällen über Entspannung der Bronchien für leichtere Atmung sorgen.
Bei besonders schweren Verläufen kann die Gabe von Kortison angezeigt sein. Es wirkt entzündungshemmend und hat bei niedriger Dosierung meist nur geringe Nebenwirkungen.

 

Zu weiteren Fragen im Bereich der Allergenvermeidung, Medikation oder Desensibilisierung wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Dort werden Sie kompetent beraten, welche Mittel gegen Ihre Allergie und lästige Symptome helfen!

Umfassende medizinische Informationen können Sie auch unter Gesundheit im Netz www.gesundheitimnetz.de nachlesen.

 

Zu Fragen der psychischen Einflussmöglichkeiten, empfehlen wir unsere Veröffentlichungen und/oder Seminare!

 

DGPA - Deutsche Gesellschaft für Psycho-Allergologie e.V.