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Psychoallergologie

 

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Allergien:
 

Allergien sind nicht erst in unserer heutigen Zeit bekannt. Schon aus alten Überlieferungen geht das Vorkommen von Allergien hervor. So klagte bereits Hippokrates (um 400 v.Chr.) über allergische Reaktionen auf bestimmte Nahrungsmittel. Doch mittlerweile sind die allergischen Erkrankungen auf dem Vormarsch und haben sich zu einer der häufigsten Störungen entwickelt.

 

Die Ursache dafür ist viel untersucht und diskutiert worden. Danach spielen ganz offenbar Veränderungen unserer Umwelt und unserer Lebensgewohnheiten eine entscheidende Rolle. So kommt es, dass durch Hygienemaßnahmen, wie z.B. die Pasteurisierung von Lebensmitteln, Kinder gerade in den für die Entwicklung des Immunsystems sehr wichtigen ersten Lebensmonaten mit weniger Umweltkeimen konfrontiert sind, als dies bei früheren Generationen der Fall war.

 

Die Folge ist ein Trainingsmangel des Immunsystems und damit eine Begünstigung allergischer Reaktionen. Hinzu kommen immer mehr Chemikalien in Nahrungsmitteln und anderen Produkten des Alltags, zunehmende Luftverschmutzung und Belastung der Umwelt mit Giftstoffen, die zu Irritationen der Haut und Schleimhäute sowie anderer Organe führen können. Das menschliche Immunsystem ist offenbar hierdurch aus dem Gleichgewicht geraten. Neben den genannten Umweltveränderungen gibt es noch andere Faktoren, die eine Allergie bedingen. Dazu zählt eine erbliche Veranlagung, bei der einerseits die Aktivität von Zellen, die eine überschiessende Immunreaktion bremsen, verringert ist, und andererseits eine Überproduktion von Antikörpern, die bei allergischen Reaktionen beteiligt sind, sowie eine verstärkte Bildung von Mastzellen begünstigt werden.

 

Eine besonders wichtige Rolle spielen  psychische Faktoren bei Entstehung und Verlauf einer Allergie: zuerst  bei der Sensibilisierung des Immunsystems für bestimmte Stoffe und  dann bei der Ausprägung einer akuten allergischen Reaktion. Das  heißt, dass die Verkennung eines normalen und eigentlich harmlosen  Stoffs (z.B. Pollen) als Allergen auch von psychischen Wahrnehmungsverarbeitungmöglichkeiten  abhängt.

 

DGPA - Deutsche Gesellschaft für Psycho-Allergologie e.V.